Laut Forschung sind wir zu 40 Prozent selbst für unser Glück verantwortlich.
Das fächerübergreifende Projekt „Glück macht Schule“ im Fach Deutsch und Kunst  im 1. Ausbildungsjahr
Als der Schuldirektor Ernst Fritz-Schubert 2007 erstmals an seiner Heidelberger Schule das Fach Glück einführte, machte er bundesweit Furore. Inzwischen ist Fritz-Schubert pensioniert und Glück ist an einigen Schulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Stundenplan integriert.

 

 Der Heidelberger Ansatz bei der Entwicklung des Lernstoffes soll einerseits Wissen zum Thema Glück vermitteln, also auf der kognitiv-rationalen Ebene bleiben, andererseits aber auch die affektive Ebene einbeziehen und Glücksgefühle "erfahrbar" machen.

Warum gibt es „Glück“ als Schulfach? Allen Jugendlichen gemeinsam ist, dass sie auf der Suche nach Orientierung, Selbstverwirklichung sind. Glück bedeutet auch, in einer Gemeinschaft geborgen zu sein, gefordert zu werden und dabei trotzdem so achtsam zu bleiben, sich an den kleinen Dingen des Lebens zu freuen. Was jedem Freude bereitet, muss er selbst herausfinden. Das ist nicht einfach in einer Zeit, da die Verlockung des Konsums an jeder Ecke lauert und vermeintlich Glück verspricht. Im Fach „Glück“ lernen die Schüler, die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Dazu gehört auch herauszufinden: Welche Stärken habe ich? Welche Ziele? Und wie kann ich sie erreichen? Die Schüler lernen, Frust auszuhalten und sich selbst zu motivieren, zum Beispiel durch körperliche Wahrnehmung, Bewegung und Konzentrationsübungen

Ziel des Projekts am Staatsinstitut ist es zum einen, diese positiven Auswirkungen erfahrbar zu machen und für die eigene Ausbildung zu nutzen, um beispielsweise gelassener durch anstrengende Prüfungsphasen zu kommen oder insgesamt belastbarer zu werden für den oft anstrengenden Lehrerberuf. Und nur was man selbst kennengelernt und als positiv erlebt hat, wird man später in den eigenen Unterricht und den Umgang mit den Schülern einfließen lassen.

Als Abschluss des Projekts wurden in Zusammenarbeit mit allen Jahrgängen des Staatsinstituts, mit Kindern des Montessori Kinderhauses, Kindern des Kindergartens Wilde Wiese und Flüchtlingen aus der Asylunterkunft in Dinkelscherben Glücksfahnen nach dem Vorbild von Tibetischen Gebetsfahnen gemalt und im Treppenhaus und im Garten des Kinderhauses aufgehängt.

Impressionen:

Malen von Glücksfahnen im Montessori Kinderhaus                                                                                                 

 

 

 

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Fahne aus der Asylunterkunft in Dinkelscherben

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Glücksfahnen im Treppenhaus

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von Gabriele Smekal

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