Studienfahrt der Kunstgruppen des ersten Ausbildungsjahres im Juli 2014. Die Reise zu unserer Villa in Hermsdorf war ganz schön anstrengend - Berlin wurde mit seinem komplizierten und durchaus verwirrenden Verkehrsnetz zu einem kleinen Abenteuer!

 

Unsere Villa

 Wir waren alle erschöpft von der sechsstündigen Zugfahrt und als wir am Hauptbahnhof ankamen, war es, als würde man gegen eine Wand laufen – es hatte 32 Grad! Unsere Dozenten beschlossen, den Weg zu unserer Unterkunft als eine Art Schnitzjagd zu gestalten. Da viele der Streckenabschnitte durch Baustellen blockiert waren, halfen all unsere im Vorfeld recherchierten Streckenpläne überhaupt nichts.  Doch dank zahlreicher hilfsbereiter Berliner kamen wir unserem Ziel immer ein Stückchen näher. Zum Beispiel ernannte sich kurzerhand eine Frau, die unsere Diskussion mitbekam, zu unserer „Reiseführerin“: Mit einer Limoflasche auf dem Kopf führte sie uns durch das Netz von Straßenbahnen, U-Bahnen, S-Bahnen und Bussen.
        

Nach einem kurzem Fußmarsch durch Hermsdorf, eine wunderschöne Vorstadt mit vielen Villen, standen wir vor dem Gartentor unseres Gästehauses. So beeindruckend, dass wir uns nicht sicher waren, ob das wirklich das Ende unserer Reise war! Durch einen kleinen Vorgarten gelangt man an die Haustüre, die von zwei Säulen gerahmt ist.
Dort eingetreten rannten alle in die oberen Stockwerke, in dem sich die Schlafzimmer befanden. Anschließend erkundeten wir das große Haus: Es gab eine Eingangsdiele, von der aus viele Zimmer abgingen, ein Fernsehzimmer mit drei Couchen und einen riesigen Aufenthaltsraum, der aufgrund des tollen Wetters nur als Veranstaltungsplanungsraum fungierte. Der große Garten mit seinem gemütlichen Charme wurde zu unserem Hauptaufenthaltsort, wenn wir nicht gerade Berlin unsicher machten.   

Wanja Luh
        
    

Die Spree

Am Ufer der Spree, zwischen der Museumsinsel und den Hackeschen Höfen, kann man zum entspannenden Rauschen des Flusses chillen. Außerdem beeindruckt die imposante und gleichzeitig auch malerische Aussicht auf den Berliner Dom.
Das leise Dahintönen der verschiedenen Straßenmusiker fließt zusammen mit dem Gemurmel der Menschengruppen in meinem Gehörgang.
Diese beruhigenden Töne helfen uns bei einer erfrischenden Flasche „Berliner Weiße“ nach der anstrengenden Hitze zu entspannen und die wunderschönen Eindrücke des Tages zu verarbeiten. Es kommt auf unserer Studienfahrt kurzfristig das Gefühl von Urlaub auf. Was unter anderem an der milden Sommernacht liegt, aber auch an dem Moment der Ruhe und Entspannung nach einem Tag voller neuer Eindrücke und Emotionen.
Cora Huber       
Jasmina Schulz

     

Reichstag – Hohenschönhausen – Curry-Wurst

Für einen jeden Berlinbesucher gehört der Reichstag auf alle Fälle zum Pflichtprogramm. Bereits bei der Ankunft am Bahnhof begrüßt einen die Glaskuppel des Reichstagsgebäudes beim Blick aus der Südseite des Bahnhofes.
Die im Voraus gebuchte Führung ermöglichte uns, dass wir sehr zügig in das Gebäude kamen und die langen Warteschlangen in der Hitze auf dem Vorplatz umgehen konnten. Für einen durchschnittlich politisch gebildeten Menschen war der Inhalt der Führung (zur Zeit ist noch dazu parlamentarische Sommerpause) leider nur sehr mäßig informativ. Aus diesem Grund wurde die klimatisierte Atmosphäre auf der Besuchertribüne des Plenarsaales dafür genutzt, sich von der Hitze, die außerhalb des Gebäudes herrschte, zu erholen und sich selbst „tiefenzuentspannen“.

     

Im Anschluss an die Führung wurde der Aufstieg in die Kuppel in Angriff genommen. Hier konnte jeder die Aussicht nutzen, um sein geografisches Wissen bezüglich der einschlägigen Sehenswürdigkeiten aufbessern und sich zusätzlich in Form der zurzeit allseits beliebten Selfies mit der Stadtsilhouette auf seinem Smartph9one zu verewigen.
Weitaus mehr an Infos und zusätzlich eine Art von Eindruck, die jedoch bei vielen auf Ablehnung gestoßen ist, war der ebenfalls geführte Rundgang durch das ehemalige Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit in Hohenschönhausen. Die Einblicke und die lebhaften Schilderungen des Besucherführers waren ein bemerkenswertes Erlebnis.
Vielleicht war gerade dieses Erlebnis und die daraus resultierende Stimmung ursächlich, dass mir persönlich die so hoch gelobte Berliner Currywurst eigentlich gar nicht so gut gemundet hat…
Uwe Bach

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Idylle in der Großstadt

Nach einem anstrengenden Tag in unserer Hauptstadt und einem kurzen Nickerchen in unserem Regierungsgebäude hatte sich eine kleine Gruppe dazu entschlossen, den Freitagabend etwas entspannter ausklingen zu lassen. Laut diverser Suchmaschinen-Karten-Informations-Serviceangebote sollte ein idyllisches Waldgebiet nicht fern unserer Bleibe liegen -  zu unserem Glück ausgestattet mit einem wunderschönen Waldsee. Mit Handtüchern, Gitarre und Wein ausgerüstet machten wir uns auf den Weg. Nach kurzen Navigationsproblemen und einem Umweg von ca. 10 Minuten – unsere Generation ist dann doch nicht mehr so fit im Kartenlesen – sahen wir das kleine Paradies schon vor uns. Kleine, schwarze, geflügelte  Vampirchen leisteten uns beim romantischen Sonnenuntergang Gesellschaft. Auch unsere stechenden Insektenfreunde ließen nicht lange auf sich warten. So genossen wir die Stille und Ruhe an unserem Plätzchen, gebadet in Insektenabwehrchemikalien, bis wir fernab laute, uns bekannte Stimmen wahrnahmen. Nach kurzem Rätselraten wussten wir auch schon, wer sich da zu uns gesellen wollte. So stieg also das Durchschnittsalter und wir sangen und feierten mit unseren Dozenten. Lauthals und bis in die Nacht hinein trällerten wir die uns unbekannten Lieder mit, die uns auf der Gitarre vorgespielt wurden. So war es ein freundschaftliches, totlustiges Miteinander mit netten und intensiven Gesprächen untereinander, das uns hoffentlich allen im Gedächtnis bleiben wird.
Sabrina Heinle

     

Hairhighlights


Wenn man sich schon in der Hauptstadt Deutschlands befindet, sollte man sich natürlich auch ein Paket Kultur reinziehen. Dies geht am besten auf der Museumsinsel, mittig der Spree gelegen. Hier findet man Kunstmuseen, in welchen unzählige berühmte Kunstwerke ausgestellt sind, so z. B. auch die Büste der Nofretete.
Wie sie tragen die meisten der dort ausgestellten Skulpturen und Portraits altmodische, gar außergewöhnliche Frisuren und Kopfbedeckungen, die uns dazu animierten, sie ein bisschen aufzupeppen und modisch an unsere Zeit anzupassen:
Und wenn man die Insel verlässt geht diese "Kopfmodenschau" auch gleich weiter: Verrückte Hüte und Frisuren, quietschbunte Irokesen und wallende Lockenmähnen - hier in Berlin ist alles erlaubt! Denn Auffallen ist hier an der Tagesordnung…
Bei einer solchen "Frisurenüberschwemmung" muss man sich natürlich anpassen. Da ist es praktisch, eine Friseurin unter den Studenten zu haben. Sie konnte uns entweder einen modischen Schnitt oder extravagante Flechtfrisuren verpassen.
Auch Herr Pfeil musste hierbei Haare lassen, was ihm letzten Endes aber doch recht gut gefiel.
Stefanie Herrmann und Alisha Rößner
        

     

Kreuzberg  mal  anders…
   
Auf dem turbulenten Weg durch den Großstadtdschungel nach Kreuzberg begegneten wir schon mehreren Straßenkünstlern, die ihre wahnsinnigen künstlerischen Fähigkeiten auf den dreckigen Straßen Berlins auslebten. In kurzer Zeit entstehen hier phantasievolle, faszinierende Gemälde.
In Kreuzberg angekommen richtete sich unser Blick auf die Graffiti-Kunstwerke, die die hässlichen, grauen Mauern schmückten. Ein abgelegenes Gebäude mit einer Vielzahl an Graffitis, das am Ostbahnhof steht, verlockte uns einen Blick hineinzuwerfen. Im Inneren erwartete uns eine Farbexplosion - die aufwendigen und verschiedenen Graffititechniken überwältigten uns!

     
Als wir auf dem Heimweg durch Kreuzbergs Straßen schlenderten, entdeckten wir versteckt die besten Waffeln Deutschlands im Wonder Waffel – lecker!
Theresa Meindl und Jessica Franiak
        

     
Mapping Berlin
     
Was eigentlich die Herstellung von Landkarten meint, die immer eine Erkundung und eine Entdeckung von Räumen voraussetzt, bezeichnet in der aktuellen Kunst einen metaphorischen Inhalt, denn künstlerische Maps können Zeichnungen, Fotos, Videos oder Objekte sein. Einzig der Vorgang der Erkundung, jener Handlungen und Erfahrungen, die man bei der intensiven Begegnung mit einem Ort macht, ähnelt den abendlichen Niederschriften der historischen Entdecker. Jeder Mapper wandert, untersucht, vermisst und zeichnet auf. Und so haben auch wir Berlin auf diese Weise erkundet und den Focus auf verschiedenste Objekte gerichtet, die jeder auf seinen Streifzügen durch die Stadt sammelte und dokumentierte:

       
Am Sonntagmorgen vor unserer Heimreise wurden die Ergebnisse des Mapping Berlins dann in unserer Villa präsentiert und die Vielfalt der Ideen bestaunt:
Gabriele Smekal

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